Plastikmodellbau Revell
Die Marke Revell ist im Bereich Plastikmodellbau schon seit Jahren eine der festen Größen. Seit sich die Firma 2006 von der US-Mutter Revell-Monogramm komplett trennte, konnte die Marktbeherrschung zum Beispiel in Deutschland auf heute 80% ausgebaut werden. Somit kann man Plastikmodellbau Revell durchaus mit anderen “Monopolisten” vergleichen. Seit 1947 wurden in den USA von Revell Plastikmodelle verkauft, zunächst allerdings immer in montiertem Zustand.
Das änderte sich einige Jahre später, als eine Kaufhauskette Revell anbot, auch nicht zusammengesetzte Modelle, also Bausätze, zu verkaufen. 1951 hatte Plastikmodellbau Revell so die Grundlage für ein neues Massenhobby in den USA geschaffen. Da sich der Plastikmodellbau in den folgenden Jahre aus den USA über Europa in die ganze Welt verbreitete, wird Revell heute gern als Pionier auf diesem Gebiet bezeichnet. In der Tat wäre es ohne die Firma vielleicht niemals so weit gekommen wie heute.
Schon 1956 kam Plastikmodellbau Revell nach Deutschland. Hierzulande verlangte man anders als in den USA nach sehr viel detailgetreueren Modellen. Dieser Bedarf wurde schnell befriedigt, so dass Revell auch bei uns zum Marktführer wurde. Gleiches gilt übrigens auch für England. Anfang der 1970er erlebte der Plastikmodellbau in Deutschland einen Höhepunkt. Revell belieferte über 4000 Läden im ganzen Land und entwickelte jetzt auch eigene Modelle. Die Zentrale in Bünde war 15000 Quadratmeter groß. In den 1980ern war es mit dem Boom vorbei und Revell fusioniert mit Monogramm. Seit den 1990ern geht es wieder aufwärts.
Allerdings konnte Plastikmodellbau Revell bis heute die in den 1970ern erreichten Verkaufsrekorde nicht mehr erreichen. Das liegt zu einem großen Teil auch an der weltweit gewachsenen und inzwischen etablierten Konkurrenz. Zahlreiche Firmen, vor allem aus Asien, sind mit ihren Produkten im Plastikmodellbau ebenfalls erfolgreich und bieten gute Bausätze an.